
Ärger über Final-Chaos von Sangerhausen
Finale mit Beigeschmack: Der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) steht nach dem Endspiel von Sangerhausen in der Kritik. Die Organisation der Partie, die der HFC 3:2 gegen Germania Halberstadt gewann, wird gemeinhin als mangelhaft, die Sicherheit als nicht wirklich gewährleistet angesehen. Der Verband wiegelt ab.
Die Bauzäune "wackelten" mächtig
Improvisierte Sicherheit
"Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn wir noch gewonnen hätten", meint Germania-Mitglied Bernd Waldow zu bedenken, der in Halberstadt selbst als Stadionsprecher arbeitet. HFC-Fans hatten das Spielfeld nach dem Abpfiff gestürmt. Sie sollen sogar zum Sturm auf die Kabinen angesetzt haben. Germania-Präsident Olaf Herbst wollte nach dem Spiel sogar offiziellen Protest einlegen, sah davon aber am Tag danach wieder ab. "Unser A-Jugend-Trainer wurde verprügelt", schimpft er und kritisiert zugleich die Zustände im Stadion. Dort waren lediglich Bauzäune an Geländer festgebunden worden.
Selbst HFC-Fans sehen das problematisch. Auf der Internet-Fanpage der "Webhalunken" wird angerhausen als "bei einfachen Dingen scheinbar überfordert" bezeichnet. Absperrungen, Versorgung, Toiletten hätten "für ein ortsübliche Oberligaspiel vielleicht gereicht, aber eines Landespokal-Finales war das nicht würdig".
HFC-Fans zündeten Böller und Rauchbomben
Beim Fußballverband sieht man sich schuldlos und gibt den Schwarzen Peter an die Vereine zurück. "Wir hatten einige Tage vorher eine Sicherheitskonferenz", betont FSA-Präsident Werner Georg, "jeder hat gewusst, wie die Lage in Sangerhausen ist. Für Georg sind die HFC-Anhänger für das Chaos verantwortlich. "Wenn Fans wollen, dass eine Veranstaltung kippen soll, dann passiert das auch." Jeder wisse, dass man nicht auf Zäune - "egal wie hoch oder stabil" - klettern dürfe. Auch Kritik an der mangelhaften Versorgung der rund 3.500 Fans mit zwei kleinen Würstchenständen im gesamten Stadion hält er für nicht nachvollziehbar bzw. normal: "Beim Pokalfinale in Berlin habe ich auch 40 Minuten lang für eine Wurst angestanden."
FSA-Pokalfinale
Für Bernd Waldow war hingegen schon der Beginn des Spiels eine Farce: "Die Hallenser hatten Nebeltöpfe angezündet, so dass man beide Tore überhaupt nicht sehen könnte. Der Schiri hätte überhaupt nicht anpfeifen dürfen." Oder es unterbrechen. Olaf Herbst: "Unser Spieler Philip Saalbach hat den Schiedsrichter kurz vor Spielende gefragt, ob er denn nicht mal unterbrechen will, weil man ja angesichts der Rauchbomben kaum etwas sehen konnte. Dafür hat er die Gelb-Rote Karte gesehen."
Der Germania-Präsident findet es "schade, dass das Finale so unwürdig gelaufen ist". Ein Endspiel mit angemessenem Rahmen kann für ihn derzeit nur in Magdeburg stattfinden. Für FSA-Präsident Georg ist das nicht bezahlbar: "Wir können die Kosten dafür ja nicht an die Vereine weiterreichen."
Quelle: MDR.de/sport
Halberstadts Trainer stößt Verbandschef zu Boden
Werner Georg (l.) und Andreas Petersen vor dem Pokalfinale (FOTO: LÖFFLER)
HALLE/MZ/KEB. Das Landespokalfinale im Fußball am Sonntag in Sangerhausen wird verbandsintern ein Nachspiel haben. Nach dem Abpfiff der Partie attackierte Halberstadts Trainer Andreas Petersen im Kabinengang den Präsidenten des Landes-Fußballverbandes (FSA) Werner Georg und stieß ihn zu Boden. Nach einem ersten Schock verzichtete Georg auf eine Anzeige bei der Polizei, kündigte aber an, diesen Vorfall auf der nächsten Präsidiumssitzung zum Thema zu machen.
"Andreas Petersen hat sich über die Rahmenbedingungen beim Endspiel aufgeregt. Ich habe ihm angeboten, darüber zu einem späteren Zeitpunkt in einem persönlichen Gespräch zu reden. Es schien alles geklärt, dann lag ich plötzlich am Boden", so Georg. Einen Tag später tat Petersen die ganze Sache furchtbar leid. "Ich schäme mich für diesen Ausraster. Es kam einfach zu viel zusammen. Die Enttäuschung über die Niederlage, die Verärgerung über die Bedingungen im Umfeld und die Schönrederei derselben durch einige Verbandsfunktionäre haben mich auf die Palme gebracht", sagt Petersen. "Trotzdem ist diese Reaktion durch nichts zu rechtfertigen. Ich habe Georg angeboten, mich als Entschuldigung in den Dienst einer sozialen Sache zu stellen."
Den angekündigten Protest gegen die Organisation haben die Halberstädter zurückgezogen. Dort hatten sie unter anderem die aus ihrer Sicht nicht ausreichende Sicherheit, viel zu kleine Umkleidekabinen und nicht zuletzt die Tatsache, dass der Landesverband anstatt der vorgesehenen 25 nur 17 Silbermedaillen für den Verlierer vorrätig hatte, kritisiert.
Quelle: MZ-Web.de
DYASPORA hat geschrieben:saalenser, ich hab bei dir ne kanne gut! am mittwoch hab ich neubi noch freudig per handschlag begrüßt und ihm alles gute gewünscht, und nu macht er das 1:0! das ich damit nix zu tun hab wär ne lächerliche behauptung!![]()
BengalOO hat geschrieben:Für ein paar Sozialstunden möchte ich bitte auch Georg umhauen dürfen!!! Was kostets ihm die Meisterschale 2009/10 quer in seinen Allerwertesten zu schieben? Arbeite gern in irgend nem sozialen Projekt mit. Das ist es wert.
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 64 Gäste